Nein, die Mehrheit hat nicht immer Recht
Dezember 13th, 2009 von
admin
Gestern Abend hat sich in der Schweiz zum zweiten Mal innert kurzer Zeit bei einer Abstimmung ein überraschendes Ergebnis ergeben. Nach der politischen Überraschung (Minarettinitiative) folgte gestern die sportliche. Denn bei der Wahl zum Sportler des Jahres, welche per Telefon-Voting durchgeführt wurde, kam es zu einer kleinen Sensation: Nicht Roger Federer wurde zum Sportler des Jahres gewählt, sondern Didier Cuche.
Wie kann man denn nun dieses Resultat interpretieren? Leiden die Schweizer einfach generellein Problem mit Abstimmungen? Natürlich hatte auch Didier Cuche ein hervorragendes Jahr mit dem WM-Titel im Super-G. Aber gegen die Erfolge von Roger Federer, auch wenn Vergleiche über verschiedene Sportarten immer schwer sind, verblassen natürlich auch jene von Cuche. Roger Federer stand bei allen vier Grand-Slam Turnieren (Australian Open, French Open, Wimbeldon und US Open) mindestens im Finale und gewann in Paris erstmals auf Sand, womit er seine Grand-Slam Sammlung komplementierte. Daneben gewann er erneut Wimbeldon und ist damit alleiniger Rekordhalter in Sachen Grand-Slam Siege. Daneben holte er sich die Nummer 1 Position im Tennis zurück.
Es ist nicht zum ersten Mal, dass andere Sportler bei der Wahl zum Sportler des Jahres Roger Federer vorgezogen werden. Roger Federer hätte eigentlich seit 2003 jedes Jahr zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt werden müssen und zwar diskussionslos. Aber anscheinend, wie bei vielem anderen auch, neigt der Schweizer/die Schweizerin dazu vieles mit der Zeit als selbstverständlich zu betrachten und vergisst dabei, was es für eine enorme Leistung ist, diese Erfolge immer wieder zu bringen und zu bestätigen.
Wenn es eine Antwort auf die Frage, ob denn eine Mehrheit immer Recht hat gebraucht hat, dann wurde sie Gestern Abend eindrücklich gegeben:
Nein, sie hat bei weitem nicht immer Recht!!!
Geschrieben in diverse Sportarten, herausragende Sportler |
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