Metzelder war ein Dortmunder Junge…

April 27th, 2010 von admin

Heute wurde bekannt, dass Christoph Metzelder zur neuen Saison ablösefrei von Real Madrid zu Schalke 04 wechselt. Dies wäre ja eigentlich als solches nicht weiter nennenswert, doch Metzelder wechselt damit zum Erzfeind von Borussia Dortmund, wo Metzelder vor seiner Zeit in Madrid gespielt hat.

Metzelder kam als junger Spieler zur Jahrtausendwende bei Borussia Dortmund in die erste Mannschaft und schlug sofort ein. Schon bald war er Integrationsfigur und Publiukumsliebling. Immer wieder verletzte er sich und fiel für längere Zeit aus, doch Dortmund baute ihn immer wieder auf und liess ihn nie im Stich. Er dankte es mit guten Leistungen, wenn er denn fit war. Dann tat er dem BVB bereits ein erstes Mal kein gefallen: Er wechselte ablösefrei zu Real Madrid. Dortmund sah also für ein grosses Talent, welches beim BVB zu dem gemacht wurde, was er dann war keinen müden Cent. Kurz davor ging er aber ein weiteres Mal in die Geschichte ein: Im vorentscheidenden Spiel zwischen Dortmund und Schalke (hätte Schalke gewonnen, wären sie wohl Meister geworden) bereitete er beide Treffer zum 2:0 Sieg von Dortmund über Schalke vor. Er war endgültig ein Held in Dortmund.

Auch letzten Sommer, als Real Madrid zum 100-jährigen Jubiläum vom BVB in Dortmund gastierte, wurde er gefeiert wie ein eigender Spieler (und er feierte übrigens auch mit den Fans am Schluss des Spiels minutenlang).

Nun macht gerade dieser Metzelder das, was für einen Anhänger des einen von zwei rivalisierenden Vereinen das Schlimmste ist: Er wechselt zum anderen Verein.

Machs gut lieber Christoph, ich freue mich schon auf dein erstes Gastspiel in Dortmund und deinen warmen Empfang im Westfalenstadion (sofern du dann nicht gerade wieder verletzt bist, wie eigentlich fast immer)…

Metzelder war ein Dortmunder Junge… mit dem heutigen Tage ist er dies nicht mehr… Traurig aber wahr.

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Borussia Dortmund: Zurück zu alten Zeiten und Erfolgen?

Januar 24th, 2010 von admin

Was bei Borussia Dortmund momentan abgeht, ist schon sehr beeindruckend. Trainer Jürgen Klopp hat innerhalb von zwei Jahren eine Mannschaft zusammengeformt, bei welcher es wieder richtig Spass macht zuzuschauen. Nicht vergessen wollen wir natürlich Michael “Susi” Zorc, der natürlich mitverantwortlich ist für die vielen guten Tranfers, welche momentan zu der Mannschaft führen, wie sie sich heute präsentiert. Zorc hat mit wenig flüssigen Mitteln sehr viele kluge Transfers getätigt von Spieler mit einer absolut rosigen Zukunft: Subotic, Hummels, Bender, Kuba, Barrios…

Das Beeindruckende dabei ist, dass auf vier Schlüsselpositionen, die beiden zentralen Innenverteidiger und die beiden zentralen Mittelfeldspieler, mit Neven Subotic, Mats Hummels, Nuri Sahin und Sven Bender vier Spieler spielen, die allesamt gerade mal 21 respektive 20 Jahre alt sind. Aber sie spielen wie alte Hasen. Subotic und Hummels sind der Inbegriff eines modernen Innenverteidiger: gross, Kopfballstark, Zweikampfstark und daneben vor allem aber auch  spielerisch stark und bei offensiven Standards stets in der Lage ein Tor zu erzielen. Davor stehen mit Bender und Sahin zwei Spieler auf dem Platz, die mit ihren knapp 20 Jahren eine Ruhe und Spielintelligenz austrahlen, die seines gleichen sucht.

Aber auch auf den weiteren Positionen passt es momentan einfach sehr gut. Owomoyela erinnert wieder an seine Zeit, als er Nationalspieler wurde, Schmelzer ein starker linker Verteidiger, Kuba ist ein sensationeller rechter Flügel, Grosskreutz ist ein Dortmunder Junge durch und durch, der ebenfalls eine sehr gute Entwicklung nimmt und vorne hat man mit Barrios einen echten Knipser und mit Valdez einen, der sich 90 Minuten quält und läuft als gäbe es kein Morgen mehr (und jetzt auch noch trifft).

Bemerkenswert ist das Ganze eben auch noch, wenn man bedenkt, dass mit Kehl, Hajnal und Dede drei Spieler verletzt sind oder von Verletzungen kommen, welche eigentlich als absolute Stützen dieses Teams gelten und was man vor der Saison wohl als absolute Katastrophe angeschaut hätte, wenn diese Leute gleichzeitig ausfallen. Doch Bender, Sahin und Schmelzer lassen die drei Routiniers vergessen. Gespannt darf man sein, was passiert, wenn diese Leute wieder zurückkehren.

Mal schauen wo die Reise in dieser Saison noch hin geht. Aber egal wo sie endet, Borussia Dortmund hat wieder eine Mannschaft mit Format und Klasse.

Die Herkules-Aufgabe wird dann aber im Sommer folgen, denn die guten Leistungen von Subotic, Hummels, Kuba, Bender, Sahin oder Barrios, weckt natürlich auch Begehrlichkeiten bei grösseren Vereinen. Naja, wenigstens hat man mit sämtlichen dieser genannten Akteure langfristige Verträge abgeschlossen, so dass bei einem allfälligen Transfer die Ablösesumme wenigstens über einen schmerzlichen Abgang hinweg trösten würde. Die Spieler werden momentan bei transfermarkt.de mit folgenden Werten gehandelt (wobei diese in der Regel eher noch defensive, also tiefere Werte sind): Subotic 13 Mio. Euro, Sahin 10 Mio. Euro, Hummels 8 Mio. Euro, Kuba 8 Mio. Euro und Barrios 6.5 Mio. Euro.  Wobei natürlich das Beste wäre, wenn diese Mannschaft noch länger so zusammen spielen würde, denn sie hat ihre Leistungsgrenze noch lange nicht erreicht.

Weiter so Dortmund, so macht es wieder richtig Spass!

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Stéphane Chapuisat – Das Schlitzohr aus der Schweiz

Dezember 15th, 2009 von admin

Es ist wiedermal an der Zeit die Kategorie “herausragende Fussballer” um ein weiteres Idol meiner Jugendzeit zu erweitern. Es handelt sich dabei um Stéphane Chapuisat.

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Stéphane Chapuisat ist, zusammen mit Hitzfeld, der Grund, warum ich anfangs der 90er Jahre im Deutschen Fussball Borussia Dortmund Fan wurde. Nach seinem Start in die Karriere bei Lausanne Sports, wechselte er zu Uerdingen, wo er von Hitzfeld im Sommer 1991 mit nach Dortmund genommen wurde. Bei der Borussia avancierte Chapuisat schnell zum Publikumsliebling. Chapuisat, oder von den Deutschen oft “Chappi” genannt, weil sie mit der Aussprache des französischen Namens Chapuisat (Schapüsa) so ihre Probleme hatten, war sofort einer der Topstürmer in der Bundesliga. In seinen ersten Jahren bildete er zusammen mit Flemming Poulsen ein gefährliches Sturmduo beim BVB. Später wurde Karlheinz Riedle sein Stammsturmpartner. In der Saison 1994/1995 gewann er mit Borussia Dortmund die Deutsche Meisterschaft, Chappi steuerte 12 Tore in 20 Spielen bei. Eigentlich war es seine absoult stärkste Phase, aber leider verpasste er aufgrund eines Kreuzbandrisses fast die gesamte Rückrunde und ein Teil der nächsten Saison, inwelcher Dortmund ebenfalls den Titel errang. Chapuisat schaffte auch nach dem Kreuzbandriss nochmals den Anschluss, doch so ganz der Alte, welcher er vor der Verletzung war, wurde er meines Erachtens nie mehr. Chapuisat schoss insgesamt 106 Tore in der Bundesliga und hielt damit auch zwischentlichzeitlich den Rekord als bester ausländischer Torschütze der Bundesliga (hätte er sich nicht den Kreuzbandriss zugezogen und praktisch ein Jahr ausgefallen, könnte er diesen wohl heute noch halten).

Im Sommer 1999 wechselte er von meinem einen Lieblingsverein zu meinem anderen: GC Zürich. Dort errang er im Sommer 2001 den Schweizer Meister-Titel. Insgesamt schoss er bei GC in 77 Einsätzen 45 Tore. Danach war er noch drei Jahre für YB tätig und eine Saison bei seinem Stammverein Lausanne Sports in der NLB.

In der Schweizer Nationalmannschaft lief es ihm persönlich, wenn man die Trefferquote anschaut (103 Spiele/21 Tore) weniger gut. Trotzdem war vor allem die Anfangs- und dann auch wieder die Schlussphase seiner Nati-Karriere sehr erfolgreich. Zusammen mit Adrian Knup bildete er das Sturmduo der legendären Schweizer Nationalmannschaft, welche sich nach 28 Jahren im Jahre 1994 wieder für eine WM (in den USA) qualifizieren konnte. Zum Abschluss seiner Karriere war er sowas wie der “Lehrmeister” für den damals jungen, aufstrebenden Alex Frei.

Chapuisat zeichnete vor allem eine spezielle Schlitzohrigkeit aus, mitwelcher er seine Gegenspieler immer wieder narrte und desöfteren auch Freistösse und Elfmeter rausholte, die nicht unbedingt zwingend Fouls waren. Daneben verfügte er über einen sehr starken linken Fuss, welchen er auch praktisch nur zum führen des Balles brauchte. Chapuisat konnte einerseits die Gegenspieler im 1 gegen 1 vernaschen und verfügte mit seinem linken Fuss über eine herausragende Schusstechnik.

Sein persönliches Palmares ist lange und aussergewöhnlich für einen Schweizer Fussballer:

- zweifacher Deutscher Meister (1994/1995 und 1995/1996)

- Champions League Sieger mit Dortmund (1996/1997)

- Weltpokalsieger (1997)

- Schweizer Meister mit GC (2000/2001)

- Schweizer Fussballer des Jahres 1992, 1993, 1994 und 2001

- WM Teilnahme 1994

- EM-Teilnahme 1996 und 2004

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4 Spiele – 4 Siege – 12 Punkte

Dezember 7th, 2009 von admin

Aus Sicht meiner Vereine, welche ich unterstütze, war das vergange Wochenende perfekt gelaufen.

Am schönsten war natürlich der längst überfällige Derbysieg von GC. Daneben fertigte Borussia Dortmund den 1. FC Nürnberg gleich mit 4:0 ab, wobei das Spiel auch gut und gerne 6:0 oder 7:0 hätte ausgehen können. Als Tüpfelchen auf dem i gewannen die RJ Lakers gleich beide Spiele gegen die Tessiner Mannschaften aus Ambri-Piotta und Lugano. Obwohl es mich in diesem Zusammenhang trotzdem immer noch stört, dass diese Truppe zuerst den Trainer von der Bande mit Niederlagen und Peinlichkeiten en masse weghaben musste, bevor man wieder das Potential abruft, was in dem Team steckt… Aber Slettvoll scheint der richtige Trainer für die Wohlfühltruppe zu sein.

4 Spiele – 4 Siege – 12 Punkte

Warum nicht immer so?

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Die wunderbaren 90er Jahre

November 24th, 2009 von admin

Ach, was waren die Neunziger Jahre im Bezug auf meine beiden Lieblingsvereine GC Zürich und Borussia Dortmund für herrliche Jahre! GC wurde so ungefähr jedes zweite Jahr Meister (1990, 1991, 1995, 1996 und 1998) und spielte daneben zweimal hintereinander in der Champions League (1996/1997 und 1997/1998, damals verdiente dieser Wettbewerb auch noch diesen Namen) und Borussia Dortmund wurde zweimal Meister (1995 und 1996) und gewann daneben auch noch die Champions League im Jahre 1997. Doch die Erfolge hatten ihre Preise. In beiden Fällen kam nach der Jahrtausendwende das harte Erwachen.

Bei GC stieg im Sommer 1999 der langjährige Mäzen Werner H. Spross (Gott hab ihn selig) aus. Das war aber noch nicht das Ende. Daraufhin übernahm eine Investorengruppe um Peter Widmer die Aktienmehrheit. Noch einmal ging es bei GC bergauf. Dank Millionen von Gut gewann man nochmals zwei Meisterschaften (2001 und 2003), ehe mit der Saison 2003/2004 oder spätestens im Winter 2004/2005 eine abruptes Ende folgte und eine neue GC-Ära begann. Eine Ära die bis heute andauert, geprägt von Neuanfängen, Geldsorgen und sportlichen und anderen Demütigungen.

Bei Dortmund führte der Kampf gegen Bayern München um die Vormachtstellung in Deutschland schliesslich zum Kollaps. Mit dem Verpassen der Champions League in der Saison 2003/2004 flog das Kartenhaus zusammen. Auch bei Dortmund waren die folgenden Jahre geprägt von einem Neuanfang.

Was mir immer mehr bewusst wird: Die sportlichen Erfolge in beiden Fällen waren sehr schön. Aber jeder Erfolg ist vergänglich. Die Liebe und Leidenschaft zum Verein ist nicht davon abhängig. Die harten Jahre tun irgendwie gut, denn umso schöner werden eines Tages weitere sportliche Erfolge sein, auch wenn sie momentan nicht absehbar sind.

Bis dahin zerrt man von den schönen Erinnerungen an die besseren Zeiten und hält dem Verein die Treue. Ich jedenfalls.

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Sebastian Kehl und der ständige Kampf zurück ins Team

November 17th, 2009 von admin

Als Sebastian Kehl im Winter 2002 vom SC Freiburg nach Dortmund wechselte, war der BVB noch ein anderer Verein. Damals lebte man in Dortmund noch in Saus und Braus. Man wollte Bayern München vom ewigen Nummer 1 Thron stossen. Dazu kaufte man Spieler wie Rosicky, Koller, Amoroso oder Ewerthon ein. Doch mit dem zweimaligen knappen Verpassen der Champions League, war der Angriff abrupt beendet. Borussia Dortmund hätte diese Strategie fast mit der Insolvenz bezahlt.

Neben dem Brasilianer Dede ist Sebastian Kehl der einzige Spieler, der immer noch beim BVB ist, von der damaligen Zeit. Sebastian Kehl stand damals am Beginn einer vielversprechenden Karriere. Neben Dortmund war auch Bayern an ihm dran. Damals gelang es Dortmund gleich zweimal den FC Bayern auszustechen: bei Kehl und Rosicky. Der Preis dafür wurde bereits weiter oben beschrieben. Doch Kehls Karriere war von da an geplagt von längeren Verletzungspausen. Immer wieder wurde er zurückgeworfen. Wenn er eine längere Phase hatte in der er gesund war, fand er auch gleich sofort wieder den Weg zurück in die Nationalmannschaft, doch eben die Probleme kehrten sehr bald wieder zurück. So bringt er es gerade mal auf 23 A-Länderspiele.

Kehl ist mittlerweile 29 Jahre alt und bereitet sich ein weiteres mal auf ein Comeback vor. Er wäre ein so wichtiger Spieler für die Mannschaft von Jürgen Klopp. Weil er in Topform sowohl im defensiven Zweikampf im Mittelfeld stark ist, als auch im Spiel nach vorne was bringt und immer wieder gut für ein Tor ist.

Es bleib zu hoffen, dass Sebastian Kehl den Kampf zurück ein weiteres Mal gewinnt, genug Routine und Kampferfahrung dafür hat er ja allemal.

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Lucas Barrios – from Zero to Hero

November 10th, 2009 von admin

Lucas Barrios ist ein schönes Bespiel dafür, dass die Medien sehr schnell Urteile über Spieler fällen, diese aber dann auch sehr schnell wieder revidieren (und dies auch gerne mehrmals). Lucas Barrios kam auf diese Saison hin aus der chilenischen Liga zu Borussia Dortmund. Die Fussstapfen, welche er treten sollte, waren sehr gross. Immerhin hatte er Alex Frei zu ersetzen, welcher ja bekanntermassen zurück in die Schweiz zum FC Basel wechselte. Sein Leistungsausweis war der Titel des “Welttorschützenkönigs”, was heisst, dass er in einer höchsten Liga am meisten Tore im Jahre 2008 geschossen hat.

Die ersten paar Bundesligaspiele liefen sowohl für Barrios als auch für den BVB nicht optimal. Barrios spielte zwar nicht schlecht. Er liess aber gute Möglichkeiten aus. Die Meinung der Joournalisten und Zeitungen zu Barrios waren schnell gemacht. Spöttisch wurde immer wieder vom Welttürjäger gesprochen. Die Journalisten beim DSF Doppelpass stellten fest, dass es halt schon einfach sei in Chile die Tore zu schiessen, als in der Bundesliga. Nun denn, seit fünf Meisterschaftsspielen und zwei Pokalspielen trifft Barrios plötzlich in jedem Spiel mindestens einmal. Hmmm, aber auch zu dumm, dass man Barrios bereits als Chancentod und untauglich für die Bundesliga abgestempelt hat. Aber kein Problem, getreu nach dem Motto was interessiert mich das Geschwätz von gestern, ist nun Barrios plötzlich der Superstar und keiner spottet mehr über den Titel des Welttorjägers.

Was lehrt uns das (naja die Journalisten wird es nicht lehren, die werden genauso weiter machen wie bis anhin)? Manchmal wäre es durchaus angebracht die Urteile nicht gleich nach ein paar Spielen zu fällen. Dies gilt natürlich sowohl für Über- als auch Untertreibungen.

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