Pyro hui – Pyro pfui

Januar 28th, 2010 von admin

Im Fussball gehörte Pyro während einer langen Phase zum Stimmungmachen dazu. Es störte auch niemanden. Im Gegenteil die Medien erwähnten es sogar positiv. Dieses Video vom Auf-/Abstiegsspiel zwischen dem FCZ und dem FCB aus dem Jahr 1994 zeigt dies eindrücklich.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Plötzlich ist Pyro verpöhnt und auch die Medien berichten darüber negativ. Was aber eigenartig ist, dass es bei anderen Sportarten (vor allem bei Wintersportarten), weiterhin sehr gern gesehen ist und auch weiterhin erfreut zur Kenntnis genommen wird. Auch dort stehen Tausende aneinander.

Was denn nun liebe Medien? Sind die Abfackler von Pyro nun alles Idioten oder doch die superduper Stimmungsmacher?

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Borussia Dortmund: Zurück zu alten Zeiten und Erfolgen?

Januar 24th, 2010 von admin

Was bei Borussia Dortmund momentan abgeht, ist schon sehr beeindruckend. Trainer Jürgen Klopp hat innerhalb von zwei Jahren eine Mannschaft zusammengeformt, bei welcher es wieder richtig Spass macht zuzuschauen. Nicht vergessen wollen wir natürlich Michael “Susi” Zorc, der natürlich mitverantwortlich ist für die vielen guten Tranfers, welche momentan zu der Mannschaft führen, wie sie sich heute präsentiert. Zorc hat mit wenig flüssigen Mitteln sehr viele kluge Transfers getätigt von Spieler mit einer absolut rosigen Zukunft: Subotic, Hummels, Bender, Kuba, Barrios…

Das Beeindruckende dabei ist, dass auf vier Schlüsselpositionen, die beiden zentralen Innenverteidiger und die beiden zentralen Mittelfeldspieler, mit Neven Subotic, Mats Hummels, Nuri Sahin und Sven Bender vier Spieler spielen, die allesamt gerade mal 21 respektive 20 Jahre alt sind. Aber sie spielen wie alte Hasen. Subotic und Hummels sind der Inbegriff eines modernen Innenverteidiger: gross, Kopfballstark, Zweikampfstark und daneben vor allem aber auch  spielerisch stark und bei offensiven Standards stets in der Lage ein Tor zu erzielen. Davor stehen mit Bender und Sahin zwei Spieler auf dem Platz, die mit ihren knapp 20 Jahren eine Ruhe und Spielintelligenz austrahlen, die seines gleichen sucht.

Aber auch auf den weiteren Positionen passt es momentan einfach sehr gut. Owomoyela erinnert wieder an seine Zeit, als er Nationalspieler wurde, Schmelzer ein starker linker Verteidiger, Kuba ist ein sensationeller rechter Flügel, Grosskreutz ist ein Dortmunder Junge durch und durch, der ebenfalls eine sehr gute Entwicklung nimmt und vorne hat man mit Barrios einen echten Knipser und mit Valdez einen, der sich 90 Minuten quält und läuft als gäbe es kein Morgen mehr (und jetzt auch noch trifft).

Bemerkenswert ist das Ganze eben auch noch, wenn man bedenkt, dass mit Kehl, Hajnal und Dede drei Spieler verletzt sind oder von Verletzungen kommen, welche eigentlich als absolute Stützen dieses Teams gelten und was man vor der Saison wohl als absolute Katastrophe angeschaut hätte, wenn diese Leute gleichzeitig ausfallen. Doch Bender, Sahin und Schmelzer lassen die drei Routiniers vergessen. Gespannt darf man sein, was passiert, wenn diese Leute wieder zurückkehren.

Mal schauen wo die Reise in dieser Saison noch hin geht. Aber egal wo sie endet, Borussia Dortmund hat wieder eine Mannschaft mit Format und Klasse.

Die Herkules-Aufgabe wird dann aber im Sommer folgen, denn die guten Leistungen von Subotic, Hummels, Kuba, Bender, Sahin oder Barrios, weckt natürlich auch Begehrlichkeiten bei grösseren Vereinen. Naja, wenigstens hat man mit sämtlichen dieser genannten Akteure langfristige Verträge abgeschlossen, so dass bei einem allfälligen Transfer die Ablösesumme wenigstens über einen schmerzlichen Abgang hinweg trösten würde. Die Spieler werden momentan bei transfermarkt.de mit folgenden Werten gehandelt (wobei diese in der Regel eher noch defensive, also tiefere Werte sind): Subotic 13 Mio. Euro, Sahin 10 Mio. Euro, Hummels 8 Mio. Euro, Kuba 8 Mio. Euro und Barrios 6.5 Mio. Euro.  Wobei natürlich das Beste wäre, wenn diese Mannschaft noch länger so zusammen spielen würde, denn sie hat ihre Leistungsgrenze noch lange nicht erreicht.

Weiter so Dortmund, so macht es wieder richtig Spass!

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Bern – eine Verliererstadt?

Januar 19th, 2010 von admin

Der gelegentliche Sportinteressierte würde beim Blick auf die Tabellen der Eishockey- und Fussball-Schweizermeisterschaft zum Schluss kommen, dass die politische Hauptstadt der Schweiz auch die sportliche Hauptstadt ist. Denn sowohl im Eishockey als auch im Fussball führen momentan die Teams aus Bern (SCB und YB) die Rangliste an. Nur diese erste Eindruck täuscht bei genauerem Hinsehen ein wenig.

Der SCB ist zwar wirtschaftlich wohl der am besten aufgestellte Eishockeyclub in der Schweiz und ist mit einem Zuschauerschnitt von irgendwo um die 15′000 Zuschauer eine Macht. Doch für einen Verein mit diesen Attributen ist ein Gewinn der letzten Meisterschaft im Jahre 2004 schon fast eine halbe Ewigkeit weg. In den letzten beiden Jahren flog man zudem jeweils in den Playoffviertelfinals raus und scheiterte so zweimal als Qualifikationssieger in der ersten Runde gegen den jeweils Achten der Quali (Fribourg und Zug). Das Erreichen des Playoff-Finals ist im Prinzip in jedem Jahr das absolute Minimalziel beim SCB. Diese Saison steht man aktuell nun wieder ganz oben. Der SCB hat somit wiederum die Chance selbst das Verliererimage der letzten Jahre zu korrigieren. Scheitert man allerdings wiederum in der ersten Runde, wäre dies ein weiteres Argument, dass Bern eine Verliererstadt ist.

YBs letzte grossen Erfolge liegen schon über 20 Jahre zurück (1986 Meister und 1987 Cupsieg). Spätestens seit dem Wiederaufstieg zur Jahrtausendwende und dem neuen Stadion 2005 fliesst das Geld deutlich mehr in Bern und bei YB. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, doch es ist ein offenes Geheimnis, dass YB hinter Basel wohl am zweitmeisten Geld ausgibt. Die sportlichen Erfolge blieben bislang ebenfalls aus. Zwar spielt YB seither ganz gute Meisterschaftsrunden und stand regelmössig unter den ersten Dreien in der Abschlusstabelle, doch der angestrebte Meistertitel wurde bislang verpasst. Dazu kommt noch, dass man zeitgleich zweimal im Cupfinal – notabene im Stade de Suisse – gegen Sion den Kürzeren zog. Beide Male war man eigentlich als klarer Favorit in dieses Duell gegangen. YB spielte nun eine sehr starke Vorrunde und hat 7 Punkte Vorsprung auf Basel. Dies verpflichtet fast zum Meisterschaftsgewinn. Ein neuerliches scheitern jedenfalls, würde hier ähnlich wie beim SCB dazu führen, dass YB eine Art Loserimage weiter aufbaut, dass es eben in den entscheidenden Momenten versagt.

Man darf gespannt sein, was die nächsten Monate bringen: wird Bern endlich zur sportlichen Hauptstadt oder bleibt es beim Loserimage?

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Wenn der Kläusi in die Tasten haut…

Januar 13th, 2010 von admin

Klaus Zaugg ist einer der selbsternannten “Hockey-Experten” unter den Sportjournalisten, der seine Leserschaft vor allem mit provokativen Texten bedient. Früher war er beim BLICK tätig und trieb dort sein Unwesen mit seinen Zeilen, die vor allem dazuführen, dass sich Leser provoziert fühlen und dann einen Leserbrief schreiben. Heute schreibt er für 20min und ein Eishockeyfachmagazin.

Als waschechter Berner hat er natürlich eine Vorliebe für Bern, vor allem aber für die Langnau Tigers. So wird er nicht müde, über die Langnau Tigers etwas Positives zu schreiben, auch wenn der Verein alles andere als rosig da steht. Daneben hat sich Klaus Zaugg vor allem zum Ziel gesetzt, gegen die ungeliebten Rapperswil-Jona Lakers zu wettern, welche zwar ähnliche Voraussetzungen wie Langnau aufgrund ihrer nicht mehr als regionalen Ausstrahlung vorfinden, aber im Vergleich zu Langnau daraus in den letzten 10 Jahren wesentlich mehr Erfolg, sowohl auf sportlicher als auch auf wirtschaftlicher Ebene hatten.

In seinem neusten Artikel fordert Kläusi nun, dass die Lakers dafür sanktioniert werden, dass sie den armen Langnauern den kompletten Trainerstaff für die nächste Saison abwerben. Dies darum, weil es nun in einem allfälligen Playout-Aufeinandertreffen zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen würde. Es sei ein Skandal und sowas habe es in der Eishockey-Welt noch nicht gegeben.

Dass sich in einer Sportliga die Konkurrenten untereinander bedienen und das dabei die grösseren Fische den kleineren Fischen was wegnehmen, dass ist wohl auch dem Kläusi klar. Der Trainerstaff rund um Weber sind allesamt Profi genug, um bis zum Ende der laufenden Saison noch Vollgas für die Langnauer zu geben und sich mit den Lakers erst danach zu beschäftigen.

Kläusi sollte viel mehr mal gewisse Praktiken seiner ach so tollen Tigers hinterfragen, welche um ein paar Fränkli mehr zu verdienen in ihrer finanziellen Not Heimspiele an den SC Bern abtreten. Wenn etwas der Glaubwürdigkeit dieser Liga schadet, dann sind es solche Aktionen.

Aber darüber schreibt der Kläusi halt nicht… Lieber über die langsamste Eishockeymannschaft Europas…

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BILD weiss es schon…

Januar 11th, 2010 von admin

Manchmal frage ich mich schon: Sind das Übermenschen bei bild.de? Denn die wissen doch tatsächlich vier Tage vor dem Rückrundenstart in der Bundesliga die Startelf von Bayern München! Wow, echt stark! Da Ribery weiterhin verletzt ist, handelt es sich dabei genau um die Elf, die zum Ende der Hinrunde erfolgreich gespielt hat. Wer hätte das gedacht, dass es nun voraussichtlich die gleiche Elf sein wird, die am Freitag gegen Hoffenheim startet…?

Respekt bild.de! Gut recherchiert und danke für die News!

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GC vor der Rückrunde

Januar 8th, 2010 von admin

Seit einigen Tagen befindet sich GC wieder im Training und in der Vorbereitung für die Rückrunde. Bislang waren es überraschend ruhige Tage während der Winterpause. So sind bis anhin auch keine Gerüchte aufgekommen, über allfällige Offerten von ausländischen Vereinen für einen Vallori oder Zarate. Einzig Rolf Feltscher scheint’s allenfalls nach Italien zu Parma zu ziehen. Ob es klug ist, nicht mal als Stammspieler bei GC nach Parma zu wechseln, wird sich zeigen… (Sein Bruder kann ihm ja sonst von seinen Erfahrungen in Lecce aus einer gleichen Position erzählen). Für GC wäre es kein grosser Verlust, da zum einen Feltscher schon seit längerem keinen Stammplatz mehr hat und daneben mit einem Charyil Chappuis bereits der nächste junge Hoffnungsträger in der Pipeline steht. Zudem würde es jetzt noch einen kleinen Batzen geben, im Sommer wäre er dann ablösefrei.

Auch auf finanztechnischer Ebene scheint man, zumindest gemäss Aussagen des CEO Linsi zuversichtlich zu sein, dass man die Anforderungen für die Lizenz termingerecht erfüllen wird. Momentan darf man also sowohl sportlich als auch wirtschaftlich relativ optimistisch in die kommenden Monate blicken.

Sportlich gesehen muss es das Ziel dieses Kaders sein, den dritten Rang in der Liga zu holen. Natürlich müssen dafür die Schlüsselspieler mehr oder weniger während der ganzen Serie fit sein. Den es ist das alte Lied, welches jetzt eigentlich schon seit zwei Saisons gilt: Mit den besten Elf Spielern muss sich GC vor keinem Gegner in der Schweiz fürchten und geht in jedes Duell mindestens auf Augenhöhe. Doch wenn halt ein Smiljanic oder Vallori hinten und/oder ein Zarate, Lulic oder Callà vorne ausfallen, dann wird es bald einmal sehr knapp und düster.

Die Vorfreude steigt jedenfalls und dieser Mannschaft ist in der Rückrunde noch einiges zuzutrauen.

HOPP GC

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Schweizer Eishockey: Die Reuille’s dieser Liga verdienen zu viel!

Januar 7th, 2010 von admin

Die Schweizer Eishockey Liga als Ganzes hat momentan ein Problem: Die Vereine geben für durchschnittliche Spieler zu viel aus. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Verhältnis zwischen Angebot (Spieler) und Nachfrage (Vereine) unausgewogen und zu gunsten der Spieler ist. Es geht dabei nicht um die von Arx’s oder Plüss’s dieser Liga. Nein, die Vereine liefern sich um die dritt und viert Linien Spieler ein Konkurrenzkampf, der die Preise für diese steigen lässt, weil sie wissen, dass es nicht viele andere Spieler hat. Die Konsequenz daraus ist, das bei diesen Spielern das Preis-Leistungsverhältnis überhaupt nicht mehr stimmt. Das bleibt natürlich auch dem Eishockey-Fan nicht verborgen und dieser fragt sich je länger je mehr, warum diese so gut bezahlt werden.

Was sind die Lösungen für dieses Problem?

Nun grundsätzlich gibt es wohl zwei Ansätze, welche mir spontan in den Sinn kommen:

1. Die Liga auf 10 Mannschaften reduzieren

Damit würde die Nachfrage reduziert werden, bei gleichbleibendem Angebot. Dies hätte zur Folge, dass die Preise für diese Spieler fallen würden. Nur ist die Durchsetzbarkeit einer 10er Liga kaum möglich. Denn die Liga müsste darüber abstimmen und da sich wohl so ca. 4-5 Vereine dann nicht mehr sicher sein könnten, dass sie in der NLA verbleiben würden, ist wohl kaum damit zu rechnen, dass ein solcher Vorstoss eine Mehrheit finden würde.

2. Gentlemen’s Agreement unter den Vereinen

Die Vereine müssten es irgendwie hinkriegen, dass sie untereinander gewisse Massnahmen treffen, welche dazu führen, dass die Preise für die Spieler sinken. Natürlich ist auch dieser Weg ziemlich steinig und holprig, da sehr viele verschiedene Meinungen und Interessen aufeinander treffen. Nur im Sinne der Sache müsste man doch gewisse übereinstimmende Punkte finden und regeln können und da sind sich ja alle Vereine einig: die Preise für durchschnittliche Spieler müssen runter!

Denn Ärgernisse auf dem Eis sollen nicht auch noch mit sehr guten Löhnen belohnt werden, nein, es ist Zeit, dass das Leistungsprinzip wieder greift und schlechte Leistungen auch schlecht bezahlt werden!

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Quick Nick und Mercedes – eine never ending Story…

Januar 5th, 2010 von admin

Nick Heidfeld galt zum Ende der 90er Jahre als der kommende Michael Schumacher. Er fuhr im Nachwuchs-Team von McLaren-Mercedes in der damaligen Formel 3000 (heute GP2) und war dort zwei Jahre lang (1998 und 1999) der dominierende Mann. 1999 gewann er die Serie mit einer Rekordpunktzahl. Alles deutete eigentlich darauf hin, dass er bei McLaren-Mercedes einsteigen würde und da zum grossen Gegner von Michael Schumacher avancieren könnte. Experten waren sich einig, dass hier der kommende Formel 1-Weltmeister seine Runden dreht.

Doch auf die Saison 2000 hin konnte McLaren-Mercedes Quick Nick kein Auto anbieten, da Coulthard und Hakkinen sich als Duo mehr als bewährt hatten (2 Fahrertitel und 1 Konstrukteurstitel). So entschied er sich für ein Engagement bei dem damaligen Prost Team. Das Prost Auto war aber in der Saison 2000 ein völliger Flop und so konnte Heidfeld, auch wenn er im direkten Duell mit Alesi sehr gut aussah, kaum auf sich aufmerksam machen. Im Gegenteil, es war wohl der Anfang des Aufbaus seines Loser-Images, was ihn während der ganzen Karriere begleiten sollte.

Auf die Saison 2001 hin wechselte er dann zu Sauber-Petronas, wo er ein wesentlich konkurrenzfähigeres Auto vorfand und er, genauso wie sein junger Teamkollege Raikkonen, regelmössig in die Punkte fuhr. Heidfeld konnte sich nach dieser Saison berechtigte Hoffnungen auf das McLaren-Mercedes Cockpit machen, welches durch den Rücktritt von Mika Häkkinen auf Ende 2001 frei werden sollte. Endlich sollte sein Traum vom Mercedes Formel 1 Cockpit in Erfüllung gehen. Doch was kam, war ein nächster Schlag. Ron Dennis entschied sich nicht nur gegen Heidfeld, sondern für den jungen Kimi Raikkönen, welchen er im teaminternen Sauber-Duell über die Saison hin geschlagen hatte.

Im kommenden Jahr hatte er den jungen Felipe Massa als Teamkollegen, welchen er ebenfalls im Griff hatte. Danach folgte ein schwaches 2004 im Sauber mit Frentzen als Teamkollegen. Er musste sich 2005 wieder ein neues Cockpit suchen. Ihm blieb nur Jordan als Wahl. Dieses Auto war aber wieder ähnlich schlecht, wie damals der Prost. Heidfeld war mittlerweile als guter F1-Fahrer, aber kein Sieg-Fahrer und schon gar nicht ein WM-Fahrer abgeschrieben.

Auf die Saison 2006 hin musste er sich das Williams Cockpit mit Ausscheidungsfahrten gegen Pizzonia verdienen. Er gewann den Vergleich und wurde 2. Fahrer neben Mark Webber. Wiederum konnte er mit Webber mithalten. Auch bei der Rückkehr zu BMW-Sauber im Jahre 2007 wusste Heidfeld zu überzeugen und bewegte sich alles in allem die drei Jahre auf gleichem NIveau wie sein Teamkollege Kubica.

Nun liebäugelte er endlich wieder mit dem Mercedes-Cockpit, jetzt endlich sollte der Traum in Erfüllung gehen! Er wollte endlich um die WM mitfahren. Doch wir wissen es mittlerweile, nun steht im Michael Schumacher im Weg. Einen, den er wohl gar nicht mehr auf seinem Zettel stehen hatte. Es ist für Heidfeld die dritte Ohrfeige beim Kampf um ein Mercedes-F1-Cockpit…

Heidfeld bewegte sich während seiner ganzen Karriere auf gleichem Niveau oder gar über dem Niveau seiner Teamkollegen, welche solch klangvolle Namen wie Raikkönen, Massa, Webber, Alesi, Frentzen oder Kubica hatten. Trotzdem fiel die Wahl immer gegen ihn aus.

Nun scheint die F1-Karriere, welche doch mal als so erfolgsversprechend galt, ein jähes Ende (ohne einen GP-Sieg) zu nehmen. Die Ironie der Geschichte: Beendet hat sie mit Michael Schumacher einer, als dessen potentieller Nchfolger er einst galt…

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Weit springen oder schön landen?

Januar 4th, 2010 von admin

Das Jahresende beziehungsweise der Jahresanfang stehen immer auch im Zeichen der Skispringer, welche sich bei der Vierschanzentournee in Deutschland und Österreich messen. Grundsätzlich geht es im Skispringen darum, möglichst weit zu springen, was ja auch irgendwie aus wettbewerbstechnischen Gründen Sinn macht, da man sich so objektiv mit allen Gegnern messen kann. Nun ist es aber aus der Tradition des Skispringens so, dass nicht nur die Weite eines Sprunges gemessen wird, sondern auch die Ästhetik des Sprungs in der Flugsphase und bei der Landung.

Ich persönlich habe grundsätzlich gegen Sportarten, in denen subjektiv bewertet wird, eine innere Abneigung, weil nunmal Menschen bewerten und somit unweigerlich es immer zu Diskussionen kommen wird, ob eine gewisse Benotung oder Einschätzung gerechtfertigt ist. Bei Zeit- oder Weitenmessung sagt der Weitenmesser respektive die Uhr, sofern sie nicht manipuliert sind, eindeutig, ob jemand weiter bzw. schneller war, als ein anderer.

Gerade Simon Ammann wird in diesen Tagen nicht zum ersten Mal ein Opfer dieser Eigenheit des Skispringens, dass nicht nur die Weitenmeter, sondern auch die Schönheit des Sprunges und die Landung zählen. Er hat in den letzten beiden Jahren mehrere Springen gegen die Österreichischen Konkurrenten Schlierenzauer und Loizl verloren, obwohl er weitenmässig die zwei Sprünge addiert jeweils am weitesten Gesprungen ist.

Exemplarisch war es beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Als Simon im zweiten Durchgang 143.5 Meter sprang (Schanzenrekord), dabei aber dermassen weit nach unten sprang, dass es gar nicht mehr anders möglich war als so zu landen wie er landete (dies tat er meines Erachtens aber hervorragend). Die Punktrichter gaben ihm dafür durchs Band eine 17.0. Anschliessend kamen die Österreicher Loitzl und Schlierenzauer, welche zwar beide ebenfalls sehr weit sprangen (um die 135 Meter), dort aber noch den geforderten Telemark bei der Landung machen konnten und somit mit 19.5 und 20.0 bewertet wurden, was wiederum heisst, dass die beiden so im Schnitt zwischen 6 und 9 Punkte auf Ammann in diesem zweiten Sprung gut machen konnten, obwohl sie 7 oder 8 Meter weniger weit geflogen sind.

Bei der Tournee 2008/2009 sprang Ammann im Total 1072 Meter weit. Loitzl sprang 1079 Meter weit. Lässt man die Benotungen mal weg, so hätte Loitzl also 12.6 Punkte vor Ammann stehen sollen (7 mal 1.8 Weitenmeterpunkte). In Tat und Wahrheit trennten Loitzl und Ammann aber über 30 Punkte. D.h. Ammanns Tourneerückstand verdreifachte sich aufgrund der Notengebung.

Die Grundsatzfrage ist: weit springen oder schön landen? Ich bin klar für weit springen! Der, welcher am weitesten springt soll gewinnen, nicht wer am schönsten landet!

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