Klasse statt Masse!

März 27th, 2010 von admin

GC und die Zuschauerzahlen. Immer wieder ein gern genommenes Thema um sich auf Kosten des Rekordmeisters lustig zu machen. Zumindest denken dies einige Medien und auch Fans anderer Vereine oder neutrale Beobachter.

Gibt es denn wirklich Grund dazu? Oder anders gesagt, muss sich ein GC-Fan davon provozieren lassen?

Die Antwort ist ein klares Nein!

Über die Grunde, warum der Schnitt im Vergleich zu anderen Mannschaften so viel tiefer liegt kann man lange philosophieren. Ich habe da meine paar Punkte, die einen Grossteil der Diskrepanz zu anderen Vereinen begründen, welche GC nur sehr schwer beeinflussen kann oder gar verändern kann.

Ist denn in anderen Städten oder Regionen tatsächlich die Fussballbegeisterung dermassen viel grösser als in Zürich? Ich bezweilfe dieses gern genommene und immer wieder gehörte Argument vehement. Nein, viel mehr ist es doch so, dass es in gewissen anderen Regionen (auch mangels Alternativen) einfach dazu gehört, dass man am Wochenende noch den Match des Fussballclubs schauen geht. Konkret kenne ich dafür aufgrund meiner Militärzeiten einige Beispiele aus Basel und St. Gallen. Wenn du mit denen über Fussball hast philosophieren wollen, hat man sehr schnell gemerkt, dass die eigentlich von Fussball gar nicht eine so grosse Ahnung haben und auch nicht alle Spieler ihres eigenen Vereines kennen. Doch sie besitzen eine Saisonkarte von Basel bzw. St. Gallen. Es gehört nunmal dazu, dass man die Spiele schaut (wobei man sich wohl auch dabei mehr mit seinen Kollegen unterhält, als Fussball schaut). Anders ist es eben bei GC. GC hat sehr viele Sympatisanten, die halt Wochenende für Wochenende den Teletext einschalten und schauen, wie GC gespielt hat, aber selten ins Stadion gehen.

Ich bin stolz darauf einer dieser 3′000 verlorenen Nasen, wie sie gerne in den Medien genannt werden, zu sein, die sich regelmässig die Spiele anschauen. Im Gegenteil, diese 3′00 Nasen, die sich trotz all der Rückschläge der letzen 5 bis 7 Jahre unentwegt im Stadion sind, sind von ganz spezieller Qualität und verdienen den höchsten Respekt anstatt Hohn und Spott. Dass der Kern von GC sich vor keinem anderen Verein in der Schweiz verstecken muss, beweisen die Bilder von den Auswärtssektoren. Da bringen nicht viele Vereine mehr Fans in die jeweiligen Sektoren als dies GC macht.

Klasse statt Masse, dass ist das Motto und wenn GC den momentan eingeschlagenen Weg konsequent und so erfolgreich weiterbeschreiten kann, wie es sich momentan andeutet, dann werden auch bald wieder einige Nasen mehr vor Ort sein.

Vorwärts GC Züri!

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Hertha Fans stürmen den Platz: die Rolle von Torhüter Raphael Schäfer

März 16th, 2010 von admin

Am Samstag kam es zu unschönen Szenen nach dem Abpfiff der Bundesligapartie Hertha BSC Berlin gegen Nürnberg. Einige dutzend Hertha Anhänger stürmten auf den Platz Richtung Kabineneingang.

Was war geschehen?

Wenn man sich dazu die Medienberichte am Wochenende anschaute, kam man zum Schluss, dass die Hertha Anhänger aus purer Frustbewältigung (es war ein kapitales Spiel im Abstiegskampf, welches in der Nachspielzeit 1:2 verloren ging und somit den Abstieg von Berlin schon fast besiegelte) den Platz stürmten und alles kurz und klein hauen wollten, was ihnen in den Weg kommt.

War es wirklich so?

Um eines vorne weg zu nehmen. Die Aktion der Hertha Anhänger ist auf das schärfste zu Verurteilen, es gibt keinen Grund, den Platz zu stürmen und Sachschaden anzurichten (es wurde niemand verletzt). Doch die Ursache gilt es schon einmal noch genauer zu beleuchten und damit drängen sich auch Fragen auf, warum diese Ursachen in den Medien nirgends erwähnt werden?

Der wahre Auslöser der unschönen Szenen: Raphael Schäfer, Torwart 1. FC Nürnberg

In einem Artikel der Berliner Zeitung wird nun erstmals auf die Rolle von Raphael Schäfer eingegangen, welcher nach dem Schlusspfiff mehrere höchst provokative Gesten in Richtung Hertha-Kurve machte und diese, sowieso schon bemitleidenswerten Fans, noch zusätzlich demütigte und provozierte. Warum ermittelt das DFB-Sportgericht nicht gegen Raphael Schäfer? Es gibt Bilder von seinen Gesten und dafür gehört er gesperrt, genauso wie die Randalierer bestraft werden müssen.

Wie oben schon erwähnt, es ist keine Rechtfertigung für die Szenen in Berlin und trotzdem stehen diese Wüsten Szenen plötzlich in einem ganz anderen Licht…

Hier noch ein Video dazu:

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Gutes Comeback von Schumi

März 15th, 2010 von admin

Das erste Formel 1 Wochenende mit Michael Schumacher in einem Silberpfeil ist vorbei und nun stellt sich natürlich die Frage, ob dies nun ein gutes Comeback war oder nicht?

Nun, teamintern gesehen, fehlten Schumacher das ganze Wochenende ein paar Zehntel pro Runde auf Rosberg. Auf den ersten Blick also eine Niederlage. Doch ist es das tatsächlich? Wenn man nach drei Jahren zurückkehrt und auf einen der stärksten Fahrer im Feld, zu denen ich Rosberg zweifelsohne zähle, nur drei Zehntel im Quali und nur vier Sekunden im Rennen verliert? Ich bin klar der Meinung, dass dies für den Anfang ein ausgezeichnetes Resultat war. Denn auch wenn Schumacher eigentlich ein sehr erfahrener Pilot ist, so hat sich doch einiges in den letzten drei Jahren in der Formel 1 geändert. Schumacher wird ein paar Rennen brauchen um in den normalen Rythmus reinzukommen. Darum gilt für ihn meines Erachtens noch eine Art Schonfrist. Sollt er natürlich dann immernoch regelmässig so von Rosberg kontrolliert werden, dann kann man langsam davon sprechen, dass Schumi nicht mehr ganz an dieses Niveau kommt. Doch ich bin davon überzeugt, dass Schumi dies packen wird.

Im Kräftemessen mit den anderen Teams steht Mercedes momentan wohl nur auch dem vierten Rang. Für das Team wären also eigentlich Rang 7 und 8 die logischen Plätze gewesen. Sie wurden aber 5 und 6, was wiederum für Rosberg und Schumacher spricht.

Schumacher und Mercedes haben noch viel zu arbeiten um wieder ganz oben stehen zu können. Man darf gespannt sein.

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Diese Mannschaft macht Freude!

März 11th, 2010 von admin

Als Sforza vor dieser Saison den Posten bei GC übernahm, war ich anfangs etwas skeptisch, ob er der Richtige dafür ist. Doch er setzt die Vorgaben des Vereins unter teils sehr schwierigen Umständen extrem gut um. Das Spiel hat sich unter Sforza im Vergleich zu Latour total verändert. Plötzlich ist so etwas wie Spielkultur erkennbar. Die Aussenverteidiger schalten sich pausenlos in die Angriffe mit ein und immer wieder sind sehr nette Kombinationen zu sehen, welche in der Vergangenheit vergebens bei GC gesucht wurden. Zudem baut er die Jungen Spieler ausgezeichnet in die erste Mannschaft ein. Den einen etwas schneller, den anderen etwas behutsamer. Gestern beim 2:0 Sieg gegen Aarau wurde Toko Bundebele im zentralen Mittelfeld als Cabanas Ersatz aufgestellt. Er löste die Aufgabe hervorragend. Ein anderer entwickelt sich immer mehr zum Stammspieler mit gerade mal 18 Jahren: Gianluca D’Angelo. Es macht wirklich sehr viel Spass diesem jungen unbeschwert spielenden Typen zuzusehen. Auch Steven Zuber zeigt in seinen Teileinsätzen immer wieder was in ihm steckt.

Ich hoffe dieser Weg wird konsequent weitergegangen. Investoren sollten sich gut überlegen, ob man in diesen Grasshopper-Club nicht wieder investieren sollte, mit dieser Mannschaft wäre einiges zu machen, sie ist jung, talentiert und hat Potential für mehr!

Weiter so Ciri und Co. Es macht wieder richtig Spass GC zu zusehen!

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Robbery: Wenn zwei Spieler den Unterschied ausmachen

März 10th, 2010 von admin

Seit Wochen oder schon Monaten zeigt Bayern München wie man sich Erfolg im Fussball tatsächlich kaufen kann. Spielen Robben und Ribery, so verfügt Bayern München auf beiden Flügeln über absolute Weltklasse, die Spiel für Spiel mit ihren speziellen Momenten das Spiel zu Gunsten von Bayern München entscheiden. So auch gestern Abend wieder. Beim 1:2 von van Bommel hatte Ribery seine Füsse entscheidend mit im Spiel und beim 2:3 zeigte Robben seine ganze Klasse exemplarisch auf.

So schön diese Sache ist, wenn die beiden fit sind, so böse ist dann jeweils das Erwachen, wenn einer oder gar beide verletzt ausfallen. Dann wird aus Super-Bayern aber ganz schnell wieder eine ziemlich verwundbare Mannschaft. Die letzten 1.5 Jahre haben dies augenscheinlich aufgezeigt. Eine derartige Abhängigkeit von zwei Spielern ist bei kaum einer anderen europäischen Top-Mannschaft so ausgeprägt wie bei Bayern und genau darum wird wohl auch in diesem Jahr im Viertelfinale Schluss sein. Erst recht dann, wenn die beiden Super-Spieler Robbery wiedermal ausfallen sollten.

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Alles entwickelt sich, nur der Fussball bleibt ewig gleich

März 8th, 2010 von admin

In der letzten Woche gab die FIFA bekannt, dass im Fussball weder der Videobeweis noch ein Chip im Ball eingeführt werden soll. Damit haben die durch das Band ergrauten Funktionäre der FIFA einmal mehr bewiesen, dass sie äusserst konservativ und wenig fortschrittlich denken. Den was gibt es denn objektiv für Argumente, die dagegen sprechen, dass der Videobeweis (für Torszenen) und/oder ein Chip im Ball im Fussball eingeführt werden?

Gerne wird ins Feld geführt, dass dadurch das Spiel zu oft und zu lange unterbrochen werden würde. Dies kann ich nicht nachvollziehen, denn 1. gibt es nicht in jedem Spiel ein strittige Torszene zu beurteilen und 2. wäre dies eine Sache von vielleicht maximal einer Minute oder auch zwei. Wenn dafür zu 100 Prozent gesagt werden kann, ob ein Ball im Tor war oder eben nicht, finde ich diese Wartezeit mehr als gerechtfertigt. Denn schliesslich will man ja Fehlentscheide verhindern. Weiter wird auch gerne argumentiert, dass der Fussball von diesen Fehlentscheidungen lebe. Dass man sich am nächsten Tag am Stammtisch darüber streiten könne usw. Ebenfalls ein relativ dummes Argument meines Erachtens. Denn der Fussball liefert auch sonst genug Gesprächsstoff und so wird dann halt in Zukunft nicht mehr darüber gestritten ob ein Ball drin war oder nicht. Das Spiel wird dadurch nicht komplizierter, sondern im Gegenteil, einfacher und gerechter. Auch wird immer wieder gesagt, dass sich Fehlentscheide im Laufe einer Saison ausgleichen würden. Das ist für mich einer der dümmsten Sätze im Zusammenhang mit Fussball und Fehlentscheidungen. 1. Hat noch nie jemand statistisch überprüft, ob dem wirklich so ist (ich bezweifle es stark) und zweitens, selbst wenn, auch dann werden die einzelnen Spielresultate verfälscht, ob das nun in einem anderen Spiel ausgeglichen wird oder nicht.

Bestes Beispiel liefert die Sportart Tennis und das sogenannte “Hawk-Eye”. Dieses Video-System erlaubt es den Spielern dreimal während eines Satzes einen Ball zu “challangen”, da er ihrer Meinung nach eben noch drin oder draussen war. Dieses System hat sich im Tennis bestens bewährt und ist mittlerweile sogar ein richtig heiterer Moment in einem Spiel, wenn auf der Videowand gezeigt wird, wie knapp ein Ball eben noch drin oder draussen war. Auch Tennis ist ein sehr traditionsreicher Sport, der Videobeweis hat sich dort bestens in die Tradition integriert und hat das Spiel eher noch um eine Note würziger gemacht.

Es ist Zeit, dass sich der Fussball ebenfalls öffnet (auch Abseitsentscheidungen wären längst mit einem Computersystem zu überprüfen) und die Computer nicht als Gefahr, sondern als sehr nützliche Hilfe ansieht, die im Endeffekt nur dazuführen, dass die Spielausgänge gerechter werden.

For the Good of the Game…

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Es wird eng in Rappi-Jona…

März 5th, 2010 von admin

Die Rapperswil-Jona Lakers befinden sich in einer ganz schwierigen Situation und erstmals seit der Aufstiegssaison 94/95 ist ein Abstieg in die NLB (oder dann gleich in die 1. Liga) nicht ganz so unrealistisch. Doch wie konnte es soweit kommen?

Fragt man bei den Verantwortlichen des Klubs nach (Bruno Hug und Reto Klaus) dann klingt das Ganze lapidar und einfach: Pech bei der Trainerwahl, viele Verletzte und ein kleiner Fisch in der NLA. So lässt sich grob zusammengefasst die Statements von ihnen wiedergeben.

Doch die Gründe für das erneute Verpassen der Playoffs sind tiefgründiger und komplexer:

1. Fehlende sportliche Strategie

Natürlich ist es so, dass Rapperswil-Jona von Haus aus kein Grossklub ist und in einem Umfeld ist, wo auch andere Vereine (Davos, Zug, ZSC und Kloten) Fans zu Hause haben. Doch die Führung selbst war es ja, die damals im Zuge der Playoff-Halbfinal-Qualifikation und des neuen Stadions grossmundig vom Angriff nach ganz vorne sprachen und so (aus heutiger Sicht) falsche Erwartungen bei den Fans und Stadionbesuchern schürten.

Zur Mitte des abgelaufenen Jahrzehnts war man sowohl wirtschaftlich als auch sportlich sehr gut aufgestellt. Wirtschaftlich konnte dank Stadionumbau und Lakers-Marketing die Einnahmen deutlich erhöht werden und sportlich kratze man tatsächlich an den Top-4 der Liga (Bern, ZSC, Lugano und Davos). Man war Klubs wie Zug, Kloten, Fribourg oder Servette Genf jedenfalls voraus oder auf Augenhöhe.

Doch leider ist es, wie so oft, dass man im Zuge des Erfolges stehenbleibt und falsche Entscheidungen trifft. So hat man das neue Geld, was man gewinnen konnte, völlig falsch investiert. Anstatt ein alterndes Team step-by-step umzurüsten, wurden Jahr für Jahr Altstars, welche ihre besten Tage hinter sich haben, mit langfristigen Verträgen an den Obersee gelockt. Wenige bis keine Klubs hätten einem Schrepfer oder jetzt auch einem Paterlini im Alter von 33 Jahren einen 3-Jahresvertrag offeriert. Mit diesem Geld hätte man in junge Talente investieren sollen. Denn das führt uns zum nächsten grossen Versäumnis: Nachwuchsarbeit. Kloten hat es kapiert, andere auch. Ein Verein, der nicht das Portemonnaie von Lugano oder Bern hat, muss sich von seinen Konkurrenten dahingehend abheben, dass er durch Nachwuchsarbeit sich selbst Jahr für Jahr mit 1-3 jungen Talenten füttert, welche in die erste Mannschaft integriert werden und nach 1-3 Jahren zu gestandenen Profis reifen. Auch hier liegt vieles im Argen. Die Nachwuchsteams stehen praktisch ausnahmslos am Schwanz der jeweiligen Nachwuchsligen und U-Nationalspieler gibt es ebenfalls praktisch keine.

2. dauernde Trainerwechsel

Wenn man den Trainer einmal während der Saison wechselt, dann kann man von Pech bei der Trainerwahl sprechen. Wenn man ihn aber während dreier Saisons im halbjahres Rythmus wechselt, dann kann man dann irgendwann nicht mehr von Pech sprechen, sondern muss die Leute hinterfragen, welche den Trainer aussuchen oder ob das Team überhaupt so zusammengestellt ist, dass überhaupt irgendein Trainer mit dieser Mannschaft erfolgreich arbeiten kann. Immer wieder hört man aus dem Umfeld, dass absichtlich gegen diverse Trainer gespielt wurde, um so dessen Entlassung zu provozieren. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, anstatt die Spieler zu schützen, mal den Trainer zu schützen und den ein oder anderen Spieler, so gross seine Verdienste in der Vergangenheit gewesen sein mögen, rauszuschmeissen.

3. Fehlende Leader

So liesst sich dann eben auch das Kader der Lakers als ein zusammengewürfelter Haufen von überbezahlten Altstars, talentfreien Jungen und einem Haufen Mitläufer. Es gibt wenige, bis gar keine Leader in diesem Team. Kombiniert mit den vielen Verletzten, kann es durchaus sehr düster werden in diesen Playouts.

Hoffnung Zukunft

Mit Christian Weber wurde nun ein Trainer verpflichtet, der dafür steht, dass in Zukunft einiges anders werden soll: anderes Spiel (Tempoeishockey), jüngeres Team etc. Erste Schritte wurden dabei auch schon bezüglich Kader unternommen. Die bange Frage die bleibt, kommt das alles nicht zu spät und man spielt nächste Saison in der NLB oder eben 1. Liga?

Es bleibt zu hoffen, dass einige Verletzte noch zurückkehren auf die Playouts und dass man dort bald einmal den Ligaerhalt sichern kann, denn ansonsten könnte es sehr ungemütlich werden. Wer will schon gegen hochmotivierte Lausanner und in deren Heimhexenkessel spielen?

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Rostlaube wieder offen!

März 1st, 2010 von admin

Unglaublich aber wahr! GC kann nach gut einem Monat wieder Fussballspielen. Die Stadt Zürich erklärte heute in einer Pressekonferenz, dass der Letzigrund wieder geöffnet werden kann und es so für GC am 10. März gegen Aarau in einem ersten Nachholfspiel weitergeht. Davor findet natürlich noch das Auswärtsspiel in Basel statt.

Da bei GC das mögliche Auswärtsspiel das Derby eben in der Rostlaube gewesen wäre, liegt der Letzte und einzige Ernstkampf der Rückrunde kanpp einen Monat (7. Ferbruar in Luzern) zurück.

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Olympia und die Wissenschaft

März 1st, 2010 von admin

So liebe Bloggleser, für einmal wird es wissenschaftlich in meinem Beitrag:

Mit dem 3:2 Sieg der Ahornblätter aus Kanada über die USA im Eishockeyfinal ist die letzte Entscheidung in Vancouver 2010 gefallen. Jeder Sportbegeisterte eines Landes schaut am Schluss auf den Medaillenspiegel und schaut, wie gut denn nun sein Land abgschnitten hat und welche Nationen viele Medaillen gewonnen haben. (Interessantes Detail dazu: Der Medaillenspiegel ist vom Olympischen Komitte offiziell nicht anerkannt. Da es sich laut den Olympischen Grundsätzen ausdrücklich um Wettkämpfe unter Athleten handelt und nicht zwischen Nationen, wird der Medaillenspiegel vom Olympischen Komitee eben nicht anerkannt.

Verschiedene Wissenschaftler haben in der Vergangenheit (und werden es wohl auch in der Zukunft tun) wissenschaftliche Studien und Paper zum Thema Olympia durchgeführt und geschrieben.

Rathke / Woitek haben in ihrer Arbeit unter anderem etwas nachgewiesen, was augenscheinlich wohl auch wieder an diesen Spielen eingetreten ist: Der Heimvorteil des Gastgeberlandes. In Turin 2006 holte Kanada zwar im Total auch 24 Medaillen (7 Gold / 10 Silber / 7 Bronze). Doch in Vancouver teilen sich die 26 Medaillen etwas anders auf: 14 Gold, 7 Silber und 5 Bronze. Die Goldausbeute wurde also verdoppelt. Rathke / Woitek erklären sich den Heimvorteil vor allem dadurch, dass das Gastgeberland, nach der Bekanntgabe des Austragungsortes (was ja 8 Jahre vor dem Event ist), zusätzliche Resourcen und Investition tätigt um die Sportler optimal zu fördern und auf die Spiele im eigenen Land vorzubereiten.

Im Weiteren weisen die beiden Autoren nach, dass es Länder gibt, die sich auf gewisse Sportarten spezialisieren und das neben Einwohnerzahl, Grösse des Landes und Bruttosozialprodukt vor allem auch der Produktionsumwandlungsprozess von Inputfaktoren in Olympische Medaillen (also gewissermassen das Know-how) von entscheidender Bedeutung sind.

Vor diesen Olympischen Spielen machte ein Professor von sich reden, der glaubt mit seinem Modell den Medaillenspiegel vorhersagen zu können: Daniel K. N. Johnson. Sein Medaillenvorhersage-Modell, welches er in seinem Paper 2004 veröffentlichte, beruht nicht auf den Fähigkeiten der Athleten der einzelnen Disziplinen, sondern auf verschiedenen Variablen: BSP, Population, Heimvorteil, Nähe zum Gastgeberland und weitere. Laut seiner Hompage ist die Korrelation zwischen seinem Vorhersage-Modell und dem tatsächlichen Medaillenspiegel bei den letzten fünf Olympischen Spielen (Sommer und Winter gezählt) jeweils zwischen 0.93 und 0.95.

Nun wie hat er sich diesmal geschlagen? Hier findet man seine Medaillenvorhersagen für Vancouver 2010. Das hier ist der tatsächliche Medaillenspiegel 2010. Kanada sagte er 27 Medaillen voraus, geholt haben sie 26. Allerdings ging er nur von 5 Goldmedaillen aus (tatsächlich: 14).

Vor allem bei Deutschland und den USA lag er diesmal schon ziemlich deutlich daneben, trotzdem interessant ist es allemal!

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